Viele unterschiedliche Schreibweisen für eine super interessante Stadt mit viel flair. Neben alten Badehäusern und Kultur gibt es modernes und tolles zu sehen. Bei einer free-walking- Stadttour erfahren wir so einiges über die Stadt und deren Geschichte.
Es leben viele Nationalitäten beieinander. Armut und Reichtum. Auf relativ kleinem Raum wechseln sich moderne Prachtbauten, alte Holzhäuser, hypermoderne Gebäude, kleine Parks ab.
Entlang der Grenze zu Aserbaidschan begegnen uns faszinierende Wüsenlandschaften und Einsamkeit.
Udabno ist ein Ort
inmitten dieser Weite. Ein öder Wüstenort mit Sand und Staub und
trotzdem beeindruckend. So viel Land und Wildheit.
Eine kleine Oase gibt es – das Hostel Oasis, in dem wir dann auch für ein paar Tage bleiben. Geführt von einem polnischen Ehepaar mit Kind -spannende unterschiedliche Lebensentwürfe beeindrucken mich immer wieder.
Und auch hier begegnen wir erneut anderen freundlichen Menschen, leckerem Essen, schnellen Pferden, georgischer Musik und Herzlichkeit!
Die Berge empfangen uns mit Regen und einer kilometerlangen Lasterschlange. Die Heerstrasse- Tor zum Orient und seit Jahrtausende als Verbindung genutzt.
Nach hunderten von Serpentinen, dunklen Tunneln und vielen auf der Fahrbahn grasenden Kühen erreichen wir Georgien und eine faszinierende Bergwelt.
Wir stehen einige Tage – wieder im Sonnenschein- an der Dreifaltigkeitskirche und lernen andere „traveler“ kennen und unsere erste reisende Familie mit Kindern.
Der große Kaukasus beeindruckt uns mit seiner Ursprünglichkeit und den vielen Bergpanoramen mit Höhen bis 5642 Meter -unglaublich schön!
Russland? Was habe ich nicht schon alles von diesem riesigen Land gehört. Mit Bildern im Kopf und einem etwas komischen Gefühl im Magen stehen wir an der Grenze. Doch abgesehen von etwa 4,5 Stunden Wartezeit, langwierigen Visa-Beantragungen noch in Deutschland und einigen ruppigen Grenzbeamten sind wir positiv überrascht.
Neben Plattenbauten und Kriegsdenkmälern sehen wir wunderschöne Landschaften und erleben große Gastfreundschaft. Die Weite des Landes -obwohl wir nur einen winzigen Zipfel durchfahren- und der sich nähernde Kaukasus beieindrucken uns sehr. Kühe, Schafe und Truthähne laufen und watscheln über die Straße und dann werden wir in der nächsten Stadt wieder von der Sowjetarchitektur und Industrie erschlagen. Gegensätze!
Natürlich gibt es auch Wodkatrinken, Gastgeschenke, Gespräche in modernen Hostels, viele Straßenstände, Borschtsch und eine wundervolle Stadtführung von Alan- dem VW T3 Liebhaber von Wladikawkas-.
Da unsere gute Molly einen porösen Schlauch hat, fragen wir den nächstbesten T3 Fahrer- der nicht lange auf sich warten lässt- nach einer Werkstatt. Und ja, es gibt einen T3 Spezialisten in Wladikawkas. Also nix wie hin!
Nach etwa drei Stunden kehrt Rutger, ohne Schlauch dafür aber mit selbstgebrannten Wodka, Zwei Stockfischen, eingelegter Tomatensoße und hausgemachter Marmelade zurück. Zudem bekommen wir Abends eine Stadtführung mit Alan, dem T3 Profi durch Wladikawkas. Er hat alle alten VW T3 gekauft, wieder flott und funktionsfähig gemacht und zu cafes umgebaut. Danach verkauft er sie. Betreiben möchte er sie nicht. Den VW umbauen und restaurieren- das ist genau sein Ding und das macht er sehr gut. Wenn meine Cafe-Idee doch noch mobil werden sollte, wüsste ich schon meinen Lieferanten.